Der DJK Sportverband mit viel Geschichte!

Der katholische Sportverband Deutsche Jugendkraft (DJK) wurde am 16. September 1920 auf dem Katholikentag in Würzburg gegründet. Hervorgegangen ist der Verband aus den Sportgruppen der katholischen Jünglingsvereine. Erster Generalpräses war Carl Mostert, der den Verband bis 1926 führte. Sein Nachfolger wurde Ludwig Wolker. Die DJK war dem deutschen Reichsausschuss für Leibesübungen angeschlossen, trieb aber nur innerhalb ihrer Dachorganisation Sport. Weiblichen Zuwachs bekam der DJK Reichsverband erst ab 1928, als sich eine selbstständige Frauengemeinschaft gründete.

Nach der Machtergreifung Hitlers litt die DJK wie alle konfessionellen Verbände unter Repressalien. 1934 wurde der Reichsführer der DJK, Adalbert Probst, von der Gestapo ermordet. Ein Jahr später verbot die NSDAP den 930.000 Mitglieder starken DJK Reichsverband. 1229 Sportplätze, 387 Hallen, 47 Freibäder und elf Bootshäuser wurden enteignet.

1949 erfolgte die Wiedergründung der DJK. Ihr Vorsitzender war erneut Prälat Ludwig Wolker, der auch entscheidend am Aufbau des DSB (Deutscher Sport Bund) mitwirkte. Die DJK öffnete sich Nicht-Katholiken und nimmt seitdem am offiziellen Wettkampfbetrieb teil. Parallel dazu gab es von 1947 bis 1961 einen DJK Zentralverband Rhein-Weser dessen Vereine weiterhin nur innerhalb des Verbandes Wettkampfsport betrieben.

Im Jahre 1970 schlossen sich die bis dahin eigenständigen Männer und Frauengemeinschaften zum DJK Bundesverband zusammen. Per Satzung sind im Bundesvorstand bestimmte Ämter für Frauen garantiert.

Nach dem Fall der Mauer im Jahr 1989, fasste der DJK Sportverband auch im Osten Deutschlands 1990 wieder Fuß. Besonders in Thüringen gründen sich viele Vereine neu oder auch wieder, nachdem die konfessionellen Vereine sowohl unter der NSDAP als auch unter der SED verboten waren.

Der DJK Sportverband ist Mitglied des Deutschen Sportbundes (DSB) und im Deutschen Olympischen Sportbund (DSOB). Als Verband mit besonderer Aufgabenstellung nimmt die DJK eine wichtige Stellung inmitten der Spitzenverbände und Landessportbünde ein. Außerdem ist sie Mitglied in der FICEP (Féderation Internationale Catholique dé Education Physique), dem Zusammenschluss der katholischen Sportverbände in Europa. Dieser richtet Länderkämpfe und verbandsinterne Europameisterschaften aus.

Die DJK-Sportjugend ist eine eigenständige Jugendorganisation des DJK-Sportverbandes. Die DJK Sportjugend vertritt ca. 260.000 Kinder und Jugendliche in rund 1.100 DJK-Sportvereinen. Ziel der DJK ist es, den Dreiklang von sachgerechtem Sport, dem Erleben von Gemeinschaft und der Orientierung an der Botschaft Jesu Christi in die Praxis umzusetzen. Die sportlichen Höhepunkte des Verbandes sind die seit 1950 im Vier-Jahresrhythmus durchgeführten DJK Bundessportfeste, seit 1974 die DJK Winterspiele sowie die DJK Breitensportfeste. Bundessportfest und Winterspiele sind verbandsinterne Titelkämpfe in fast allen Sportarten.

In den letzten Jahren steht die DJK - wie alle Sportorganisationen - im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Obwohl der DJK- Vereins- und Mitgliederbestand mit insgesamt über 505.000 relativ konstant bleibt, müssen die Vereine ihren und auch zukünftigen Mitgliedern Leistungsfähigkeit beweisen. Die Nähe zur Kirche ist kein ausreichendes Kriterium mehr Menschen als Mitglieder zu gewinnen. Entscheitend sind Aufbau und Struktur eines Vereins. Die wertorientierte Haltung, die Einbindung in die Ortsgemeinschaft, das Engagement für Migration, sowie Schul und Behindertensport machen den DJK-Verband im Angebot der Sportorganisationen herausragend.

Die Geschäftsstelle des DJK Bundesverbandes hat ihren Sitz in Düsseldorf. Aufgegliedert ist die DJK in Landes-, Diözesan-, und Kreisverbände. Der größte Landesverband ist Nordrhein-Westfalen mit über 180.000 Mitgliedern in fünf Diözesanverbänden. Unser direkter Partner ist der Diözesanverband Köln mit ca. 32.000 Mitgliedern, davon etwa 50% Schüler und Jugendliche in 80 DJK-Vereinen. Ein DJK Verein besitzt mit einem aktiven Dachverband einen Partner der ihn begleitet.

Der Verein im DJK Verband

Der DJK Verband bietet seinen Mitgliedern vielfältige Fortbildungsangebote, Reisen und Feste rund um den Sport. Eines der herausragenden Ereignisse sind die DJK-Bundessportfeste, die alle 4 Jahre stattfinden. Von Beginn an hat der SV DJK Holzbüttgen mit Mannschaften an diesen Spielen teilgenommen, die gerade für Hobbysportler gut geeignet sind, da hier nicht die Leistungsstärke der Sportfachverbände gefragt ist.

bus 01Die größte Mannschaft wurde zum Bundessportfest 1981 in Mönchengladbach entsendet. Die Disziplinen Judo, Leichtathletik, Tennis, Tischtennis und Turnen waren vertreten. In den Judo- und Tenniskonkurrenzen konnten dabei einige Medaillen errungen werden.

1985 ging es dann nach Ingoldstadt zum 10. Bundessportfest. Hier geriet schon die Fahrt zum Erlebnis. Auch hier gab es wieder Medaillen, diesmal in Judo, Turnen und Tischtennis.

tischtennis 011989 waren wir in Dortmund dabei und 1993 im schönen Bamberg.

1997 fand das DJK Bundessportfest in Düsseldorf statt. Hier haben wir nicht nur teilgenommen, sondern auch bei der Organisation mitgewirkt und die Disziplin Tennis abgewickelt. 

turnen 012001 fand das Sportfest in Koblenz und 2005 in Münster statt.

2010 in Krefeld haben wir unsere Tennisanlage teilweise zur Verfügung gestellt und für die reibungslose Abwicklung geholfen. Judo und Tischtennis nahmen Teil. In allen drei Disziplinen wurden gute Erfolge erzielt. Seit 2007 führt der DV Köln alle 4 Jahre einen Sporttag für Breitenport unter dem Motto Sport und Kirche durch.

siegerehrung 012011 wurden erstmals auch Behindertensportler in die Disziplinen eingebunden. Die regelmäßigen stattfindenden Bundes-, Landes- oder DV- Meisterschaften in den einzelnen Disziplinen werden von vielen Vereinen gut angenommen. Außer den sportlichen Angeboten unterstützt der DV Köln die Vereine auf Antrag gemäß den Förderrichtlinien auch finanziell. Bei den regelmäßigen Bezirkskonferenzen wird den Vereinen die Möglichkeit zum Gedankenaustausch und zu Informationen gegeben.

Für eine funktionierende Gemeinschaft ist es aber auch wichtig, dass die Vereine nicht nur die angenehmen Seiten für sich in Anspruch nehmen, sondern auch bereit sind, in den Kreisverbänden und den DV- Ausschüssen mitzuarbeiten. Dieser Verantwortung haben wir uns seit Gründung immer wieder gestellt.

Ludwig Hautmann